Sprachencafé

Liebe Freunde des Sprachencafés

Mit dem Präsenzunterrichtsverbot, das im letzten Frühjahr über die ganze Branche der Erwachsenenbildung verhängt wurde und – abgesehen von einigen Monaten, in denen wir wieder in Kursräumen unterrichten konnten – bis letzte Woche andauerte, hat sich meine Arbeitssituation markant verändert: ich konnte meine Kurse nur noch online durchführen, was manchen Teilnehmenden verständlicherweise nicht zusagte und sie sich abgemeldet haben. Je länger die Reisebeschränkungen dauern, desto mehr geht auch die Motivation verloren, eine Sprache zu lernen. Was das Sprachencafé betrifft, so habe ich mich nicht nur an die Bestimmungen für Erwachsenenbildung zu halten, sondern auch an die Bestimmungen für den Gastronomiebereich. Das Tragen der Masken macht in geschlossenen Räumen Sinn, ist jedoch gerade bei der Kommunikation in einer Fremdsprache manchmal erschwerend. Die zwei Sprachencafés, die ich unter Einhaltung der Schutzmassnahmen im Herbst 2020 durchführen konnte, haben gezeigt, dass die Maskenpflicht und die Abstandsregeln gerade für diese Art Veranstaltungen die Atmosphäre ziemlich verändert.

Da die Nachfrage an Sprachkursen schon immer grossen Schwankungen unterworfen war, habe ich mir im Herbst 2018 mit der Wiederaufnahme einer Arbeit im kaufmännischen Bereich ein zweites Standbein geschaffen. Das Coronavirus hat mich dazu bewegt, meine selbständige Arbeit zu überdenken und als ich im Herbst 2020 ein Job-Angebot erhalten habe, bei dem ich meine Passion für Fremdsprachen, mein Interesse an Bildung sowie meine kaufmännischen Kenntnisse vereinen kann, habe ich diese neue Aufgabe mit Freude und Engagement angenommen, obwohl sie ein höheres Arbeitspensum voraussetzt. Die letzten Monate konnte ich mich einarbeiten, hatte gleichzeitig weniger Sprachkurse und auch die Sprachencafé-Treffen sind weggefallen. Ich habe mir jedoch Gedanken über die Zukunft gemacht und musste mir schweren Herzens eingestehen, dass ich in den letzten Monaten und auf unbestimmte Zeit keine Ressourcen mehr habe, um einerseits weitere Sprachkurse anzubieten oder das Sprachencafé wieder aufzunehmen, wenn es dann wieder möglich wäre.

So verabschiede ich mich nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge (vorläufig) von dieser schönen Zeit. Während der vergangenen acht Jahre sind mir zahlreiche regelmässige Teilnehmerinnen und Teilnehmer ans Herz gewachsen und die vielen interessanten Gespräche mit euch werden mir bestimmt fehlen. Jedoch schreibe ich bewusst «vorläufig», denn man weiss ja nie, was die Zukunft bringt.
Eines ist jedoch sicher: ich werde dem Kino Rosental auch weiterhin verbunden sein, sei es durch meine Vereinsmitgliedschaft oder auch nur bei einem Kinobesuch. Ich würde mich sehr freuen, euch an einem Kinoabend wieder zu treffen; spontane Gespräche in Englisch oder Italienisch nicht ausgeschlossen:)

Macht’s gut, «SO LONG» oder «ARRIVEDERCI»
Eure Corina

Informationen zum Kino Rosental